Papstbesuch in Genf

 

 

Am 21. Juni war der Papst im Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf eingeladen. Er zelebrierte auch eine Messe in der grossen Ausstellungshalle der Stadt. Die Kleinen Schwestern nahmen daran teil.

Palexpo: 21.Juni, die Menge erwartet den Papst mit Ungeduld| © Bernard Litzler

Einige Eindrücke von zwei Kleinen Schwestern aus Genf.
 Jacqueline:
„Als ich den Eingang der Ausstellungshalle überschritten hatte, verflogen all meine Befürchtungen, denn ich wurde weder gedrängt noch erdrückt durch die dichte Menschenmenge!

Überall in dieser riesigen Halle zirkulierte eine ganze Armee von in gelb gekleideten Engeln: Junge Leute, welche uns mit frohem Lächeln begrüssten, uns orientierten, zu unserem Platz begleiteten, uns Wasser offerierten, unsere Fragen beantworteten, die lange Wartezeit zu überbrücken halfen, usw.

Freiwillige setzen sich für eine gute Organisation der Messe ein| © Bernard Hallet

Diese Freiwilligen waren den ganzen Tag unermüdlich in ihrem Dienst! Grosser Dank diesen jungen Menschen, Eure Freude gibt der Welt Aufschwung und Hoffnung!

Wie ein Licht bleiben mir drei  Worte des Papstes: VATER, BROT, VERZEIHUNG. Schön, dieses Gebet des Vater unser - das wir jeden Tag mit Jesus und für die Welt beten - in diesen drei Worten zusammen zu fassen! Nein, unsere Welt ist nicht verlassen, sie ist von Gott geliebt; sie ist nicht zum Hungern verurteilt, aber zum Teilen eingeladen; sie ist auch nicht einer grenzenlosen Gewalt ausgeliefert: Die Verzeihung hat das letzte Wort!“

Carmen:
Auch ich hatte einige Befürchtungen in einer grossen Menge „eingekeilt“ zu werden. Aber ich fühlte mich inmitten von 37‘000 Menschen aus allen Ländern nicht bedrängt. Wie viele Gesichter, bekannt oder unbekannt, von der Pfarrei oder anderswo, sowie eine grosse Gruppe von jungen Leuten aus dem benachbarten Frankreich. Freude war auf allen Gesichtern zu lesen! Wir wurden ohne unser Wissen hinter einer Schranke bei welcher der Papst durchkam, platziert. Ich habe noch Mühe mir vorzustellen, dass er plötzlich einen Meter von mir entfernt war.

Welche Überraschung, nach all dem Trubel seiner Ankunft, herrschte während der Messe grosse Stille und Innigkeit. In der einfachen, klaren Sprache seiner Predigt sagte der Papst: „Wir sollen nicht müde werden das „Vater unser“ zu beten. Dies erinnert uns daran, dass es kein Kind ohne Vater gibt und deshalb keiner von uns alleine in dieser Welt ist.“.

Nun erzählt uns eine Kleine Schwester aus Aubonne, Jeanne-Elia:

„Es herrscht eine herzliche Atmosphäre. Mit meiner Nachbarin im Rollstuhl führe ich ein freundschaftliches Gespräch. Wir haben das Gefühl alte Bekannte zu sein….
Man spürt die Beteiligten offen für eine Begegnung. Mit Freude, trotz aller Verschiedenheit - gross und klein - finden wir uns miteinander in einem gemeinsamen Geist, der uns Leben schenkt.

Gross und Klein in herzlichem Zusammensein| © Raphaël Zbinden

All die jungen Leute, welche sich mit aller Kraft für das Gelingen dieser Begegnung einsetzen, beeindrucken mich sehr.“

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